Die Eibe (Taxus)

Die zu den Eibengewächsen (Taxaceae) gehörende Eiben (Taxus) sind eine ganze Gattung immergrüner Sträucher oder Bäume, an deren Zweigen lange, dünne und biegsame Nadeln spiralförmig angeordnet sind. Die männlichen Exemplare bilden kleine, kugelförmige Zapfen aus, die weiblichen Pflanzen zeigen im Herbst kleine, Früchten ähnliche Samen, die den Zierwert der Eiben beträchtlich erhöhen. Das Holz der Eibe ist harzfrei und sehr hart, wegen seiner Elastizität wurde es schon vor Jahrtausenden zur Herstellung von Jagd- und Kriegsbögen verwendet.

Eiben sind hauptsächlich auf der Nordhalbkugel verbreitet, so in Mittelamerika, in Südostasien und besonders in Europa, wo Taxus baccata zu den ältesten Bäumen überhaupt gehört. Sie steht in Deutschland unter Naturschutz. Aus den insgesamt mindestens sieben Arten, die nach ihren Herkunftsländern benannt sind, entstand in den letzten Jahrhunderten eine Vielzahl von Kreuzungen, die sich durch ihren Wuchs zum Teil beträchtlich unterscheiden. Einige Sorten erreichen Höhen von 15 m und mehr, während andere kaum einen Meter hoch wachsen, manche Eiben beeindrucken als hohe, schlanke Säulen, wogegen wieder andere Sorten rund und kugelig oder kegelförmig wachsen.

Allen Eiben gemein ist ihre Winterhärte und eine hohe Schnittverträglichkeit sowie ihr langsamer Wuchs, was sie schon seit der Barockzeit zu den beliebtesten Gehölzen zur Anpflanzung von Hecken oder als Solitär gemacht hat. Alle Pflanzenteile der Eiben sind giftig für den Menschen wie für Säugetiere, die natürliche Verbreitung erfolgt dagegen nicht selten durch Vögel, welche die Samen fressen und den unverdauten Kern dann an anderer Stelle wieder ausscheiden.

Die Eiben lieben einen kalkhaltigen Boden und sind allgemein sehr anspruchslose Gewächse, die sehr langsam wachsen und pro Jahr nur wenige Zentimeter zulegen. Durch ihren sehr dichten Wuchs sind sie zur Anpflanzung blickdichter Hecken sehr geeignet, wenn es auch viele Jahre dauert, bis eine Eibenhecke eine Höhe von mehreren Metern erreicht hat. Bei einer Neuanpflanzung sind deshalb entsprechend große Eiben zu besorgen.